Bruchstücke

von Samuel Beckett, im Kunstmuseum Stuttgart (2006-2007)

Gleich sechs kurze Stücke von Samuel Beckett brachte LOKSTOFF! in seiner sechsten Produktion "Bruchstücke" auf die Bühne. Diese Bühne ist dieses Mal das moderne Kunstmuseum Stuttgart.

Die klare Architektur des Kunstmuseums – dominiert durch Beton und Glas – und die verrätselte Welt Becketts harmonieren dabei in beindruckender Weise als kühle Schau: denn die Stücke stellen einen neuen Bezug zur Kunst her. Andererseits dringt das Auge, geschärft durch den Blick auf die Museumsexponate, ganz anders als gewöhnlich in den Kosmos der Beckett'schen Figuren ein. Dabei werden die Stücke an verschiedenen Orten im Museum aufgeführt; das Publikum wechselt seinen Standort und gewinnt unterschiedliche Perspektiven, sowohl auf das Räumliche, als auch auf das Dargestellte.

Der genaue Umgang mit den baulichen Materialien in der Architektur des Kunstmuseums entspricht der sprachlichen Präzision bei Beckett, denn gerade das Enthüllen, das scheinbare Offenlegen, erhöht die Anziehungskraft und vertieft das Geheimnis.

Der rote Faden der Reise zieht sich durch Stücke aus den frühen 1960er Jahren, wie "Bruchstück I" und "Bruchstück II" , über "Kommen und Gehen (1966), "Tritte" (1975), hin zu "Katastrophe" (1982) und endet bei "Was Wo" (1983).

"Da geht die LOKSTOFF!-Grundidee wieder auf, die so funktioniert: Der ungewohnte Ort liefert neue An- und Einsichten."
Stuttgarter Zeitung

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